| Die Künstlerin |
Tamara Amhoff-Windeler wurde in Berlin geboren und studierte Psychologie und Kunst in Frankfurt/Main. Bereits während des Studiums besuchte sie eine Ballettschule und eine Fotomodellschule. Als Modell arbeitete sie für zahlreiche namhafte Firmen und erhielt unter anderem einen Vertrag von Cerruti. Sie knüpfte dabei Kontakte zu erstklassigen Fotografen und entwickelte ihr Talent zu sehen und zu spüren. Dann wechselte sie die Seiten. Als professionelle Fotografin entwickelte sie in Zusammenarbeit mit internationalen Mode- und People - Fotografen ihren eigenen Stil, dessen künstlerischer Anspruch sie nach wie vor von der Vielzahl von Aktfotografen unterscheidet. Dabei führte Sie ihr Weg zu Modestationen in Paris, London und New York. Nach einem Autounfall endet vorläufig ihre Karriere als Fotografin. Tamara Amhoff-Windeler widmete sich aber weiter ganz der Fotografie und gründet zunächst eine Fotografenagentur. Drei Jahre später ein Schritt zurück nach vorn: Sie verkauft die Agentur und beginnt, wieder selbst professionell als Fotografin zu arbeiten. In der Aktfotografie findet sie neue Ausdrucksformen: Verspielt und zugleich minimalistisch, ohne Dekor, schwarzweiß, mit Humor und Sensibilität. Das Charisma der Persönlichkeit vor der Linse weist den Weg zur Sinnlichkeit. Sie liebt die Menschen, ihre Fotografie feiert das Schöne an ihnen. Sie hat einen hohen Anspruch an die Ästhetik ihrer Aufnahmen und arbeitet nur mit Laienmodellen. Der Männerakt ist keine schlichte Nacktaufnahme. Die Interaktion der Fotografin mit ihrem Modell erzeugt ein Spannungsfeld: von der Idealisierung des Männerkörpers durch die Phantasie der Fotografin hin zur Individualität des abgebildeten Mannes, der sie in ihrem Bild Raum lässt. Die Modelle sind damit keine willenlosen Objekte, sondern aktiv, also kreativ, am Geschehen beteiligt. Die Fotografien erhalten damit eine eigenwillige Ausdruckskraft, es paart sich Sensibilität mit Männlichkeit. Das Besondere der einzelnen Persönlichkeit des Mannes und seine körperlichen Eigenheiten werden nicht getrennt wahrgenommen, die Fotografin ist der ganzheitlichen Sichtweise verpflichtet: sie schafft mit jedem Bild ein Portrait. Der breite Raum, den die Fotografin ihrem Modell zugesteht, überlässt der Technik nur eine dienende Rolle. Die wichtigsten Werkzeuge sind eine Nikon F90X, 3200er Film TMAX von Kodak, der 100er Delta von Ilford und zwei große und zwei kleine Blitzwannen. Sie arbeitet mit einem Labor zusammen, das alle Prints auf Barytpapier ausgibt. Die Fotografin bevorzugt grobes Korn mit hellem Hintergrund, denn diese Ausdrucksweise vertieft meinen künstlerischen Anspruch. Eine digitale Nachbearbeitung findet nicht statt. Seit 1999 strebt sie erfolgreich eigene Buchprojekte an. Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist sehr groß. Zahlreiche Ausstellungen, Fernsehauftritte und Pressereportagen über ihre Arbeit belegen das. In 2001 erschien ihr erster Bildband Von Frau zu Frau in Deutschland. In 2003 erschien ihr Buch two by two bereits auf dem internationalen Markt in Europa und den USA. Weitere Buchprojekte wie Women, dressed - undressed und Men sind in Vorbereitung. |
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